Keramik von Elke Sada

Elke Sada – Keramik als Kunst: Einzigartige Gefäße

Wer eine Leidenschaft für zeitgenössische Keramik hat, kommt an einem Namen nicht vorbei: Elke Sada. Die Keramikerin gehört zu den bedeutendsten und international gefragtesten Künstlerinnen ihres Fachs. Ihre Arbeiten verbinden handwerkliche Tiefe mit malerischer Expressivität, archaische Formsprache mit farblicher Frische. Bei Kramer Kunst & Rahmen in Göttingen sind ausgewählte Werke von Elke Sada erhältlich – eine seltene Gelegenheit, direkt in der Göttinger Innenstadt Keramikkunst von Weltformat zu entdecken, anzufassen und zu erwerben.

Michael Kramer, Inhaber des Kunsthandels in der Weender Straße 70, versteht sich seit 2006 als Nischengänger: fernab des Mainstreams, mit Blick für das Besondere, das noch Unentdeckte. Elke Sada passt in dieses Programm wie kaum eine andere Künstlerin. Ihre Keramik ist kein Designprodukt von der Stange – jedes Stück ist ein Unikat, das seine eigene Geschichte trägt.

Keramik von Elke Sada

Wer ist Elke Sada? – Eine Keramikerin mit internationalem Format

Elke Sada wurde 1965 in Dettelbach in Franken geboren. Bevor sie sich der Keramik zuwandte, verbrachte sie zwölf Jahre als chemisch-technische Assistentin (CTA) in Deutschland, den USA und Italien. Diese wissenschaftliche Disziplin hat ihre künstlerische Arbeitsweise dauerhaft geprägt: methodisch, forschend, immer bereit, keramische Verfahren systematisch zu erkunden und ihre gestalterische Freiheit auf stabiles Handwerkswissen zu gründen.

Als sie erkannte, dass ihre Leidenschaft für den Ton grundsätzlicher Natur ist, entschied sie sich für ein Studium in England. 2003 schloss sie ihren Bachelor of Arts in 3D-Design Ceramics an der Bath Spa University ab, 2005 folgte der Master of Arts in Ceramics & Glass am Royal College of Art in London – einer der angesehensten Ausbildungsstätten für Kunst und Design weltweit. Binnen kürzester Zeit wurde Elke Sada zum Shooting Star der internationalen Keramikszene.

Heute lebt und arbeitet Elke Sada in Höhr-Grenzhausen, dem deutschen Zentrum der Keramikkunst im Westerwald. Eine lebendige Kulturszene mit Tradition des deutschen Tonhandwerks.

Quellen zur Biografie: zeitkunstgalerie.de · ceramicsnow.org · boonparis.com

Keramik von Elke Sada

Die Werkserien von Elke Sada – Farbe, Form und Handwerk im Dialog

Was Elke Sadas Keramik so unverwechselbar macht, lässt sich am besten in ihren eigenen Worten fassen:

„Farben sind mein Elixier und ein wesentliches Element in meiner Arbeit. Ich verwende sie mit großer Freude in einer kühnen und überschwänglichen Art. Es ist die Fühlbarkeit und die dritte Dimension, die mich zum Ton zieht. Ich bevorzuge einfache und spontane Aufbautechniken. Meine Werke sind nicht perfekt, sie haben Ecken und Kanten, und Arbeitsspuren lasse ich bewusst stehen.“

Elke Sada, Quelle: Grassimesse Leipzig

Ihre Arbeiten bewegen sich spielerisch und eigenwillig zwischen angewandter Keramik und freier skulpturaler Plastik. Drei Hauptwerkserien prägen ihr Schaffen und machen sie als Sammlerstücke besonders begehrt.

Capriccio – Expressive Malerei auf lebendigen Gebrauchsgefäßen

Die Capriccio-Serie ist die bekannteste Werkgruppe Elke Sadas. Vasen, Kannen und Becher werden zur Leinwand für eine abstrakte, spontane Engobenmalerei. Die Besonderheit: Die Oberflächen entstehen aus Malereien, die unter einer Gießtonfläche verborgen liegen – kein Stück ist wiederholbar, jedes ein Unikat.

Capriccio – das Zusammenspiel meiner Leidenschaft für expressive Malerei und die Liebe für schöne Gebrauchsgegenstände„, beschreibt die Künstlerin selbst ihre Intention. Trotz der malerischen Expressivität bleiben die Gefäße der Funktion verpflichtet: Ein Becher ist ein Becher – aber einer, dem man stundenlang zusehen könnte. Kritiker vergleichen die Qualität der Engobenmalerei mit dem französischen Keramik-Grandseigneur Gilbert Portanier – ein Vergleich, der das internationale Kaliber dieser Werkgruppe unterstreicht.

Quellen: portalkunstgeschichte.de · artaurea.de

Hallstattpieces – Archaische Gefäße in explodierenden Farben

Die Hallstattpieces entstanden aus einer Begeisterung für eine prähistorische Kupferschale im Hallstätter Museum in Österreich – fragmentarisch zusammengenietet, roh und zugleich bezwingend. Elke Sada übertrug das Prinzip des stückweisen Aufbaus in ihre eigene Formensprache: Zahlreiche ungleichgroße Tonplatten werden aneinandergefügt und unmittelbar mit farbigen Engoben bemalt. Fingerabdrücke, Verbindungsnähte, die Handschrift des Entstehens – all das bleibt bewusst sichtbar.

Inspiriert vom Federkleid von Vögeln, entstehen so Gefäße von archaischer Wucht und gleichzeitig farblicher Extravaganz. Manche Stücke erreichen eine Höhe von einem halben Meter. Den Dialog mit dem Material in dieser Serie bezeichnet die Künstlerin selbst als „Tango in explosivem Farbkleid.“

2018 stellte Elke Sada ihre Hallstattpieces im Centre Céramique Contemporaine, La Borne in Frankreich aus – einem der renommiertesten Keramikzentren Europas. Die Serie ist in öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter das World Ceramic Center in Icheon, Südkorea.

Quellen: artaurea.de · elkesada.de

Nester – Zartes Gleichgewicht zwischen Vergänglichkeit und Bestand

Im Gegensatz zur farblichen Fülle der Hallstattpieces zeigt die Werkgruppe Nester die stille, introspektive Seite Elke Sadas. Der Ton wird hier zart, durchschimmernd, fast schwebend. Streifen und Linien finden in fragilen Strukturen ihr Gleichgewicht. Die Nester-Keramiken sind lebensbejahend und nachdenklich zugleich – eine meditative Gegenwelt zum Capriccio-Überschwang.

Diese Serie zeigt, wie weit das gestalterische Spektrum der Künstlerin reicht: von der expressiven Farbexplosion bis zur stillen, fast zeichenhaften Geste. Beide Pole beherrscht Elke Sada mit derselben technischen Souveränität.

Quellen: ceramicsnow.org · elkesada.de

Bilder und Zeichnungen – Das Unsichtbare einfangen

Neben ihrer Keramik schafft Elke Sada auch Zeichnungen und Malereien auf Papier. Sie beschreibt dieses Arbeiten selbst so: „Das Malen und Zeichnen ist für mich der spielerische Umgang, das Unsichtbare einzufangen. Besondere Augenblicke und Landschaften in Erinnerung zu behalten. Es ist ein Versuch, Erlebtem ein Bild zu malen.

Quelle: elkesada.de

Keramik von Elke Sada

Auszeichnungen und internationale Anerkennung

Elke Sadas Werk wurde vielfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet und ist in führenden Fachpublikationen weltweit besprochen worden:

  • 2007 – Erdwin-Amsinck-Förderpreis, Hamburg
  • 2009 – Preis der Jury, 5th World Ceramics Biennale, Icheon, Südkorea
  • 2011 – Keramikpreis Diessen; Ausstellung Dannerpreis, Villa Stuck, München
  • 2012 – Ceramic Review Award, Ceramic Art London
  • 2014 – Prix David Miller, Le Printemps des Potiers, Bandol (Frankreich)
  • 2019 – Shortlist Loewe Craft Prize, Madrid
  • Grassipreis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung, Leipzig

Als Gastreferentin und Demonstratorin war Elke Sada u. a. beim Ceramic Art London im Royal College of Art (2010), beim International Ceramics Festival in Aberystwyth (2011) sowie beim Keramiksymposium Gmunden (2010) eingeladen.

Ihre Arbeiten wurden in führenden Fachzeitschriften besprochen: in der britischen Ceramic Review, in Art Aurea, in Architektur & Wohnen, in La revue de la Céramique et du Verre sowie in KLEI Keramisch Magazine.

Quellen: zeitkunstgalerie.de · ceramicsnow.org · elkesada.de/ueber.html

Keramik von Elke Sada

Elke Sada in öffentlichen Sammlungen weltweit

Die Werke von Elke Sada befinden sich in bedeutenden musealen Sammlungen auf mehreren Kontinenten:

  • Die Neue Sammlung – The International Design Museum, München
  • Museum für Kunst und Gewerbe (MKG), Hamburg
  • Badisches Landesmuseum, Karlsruhe
  • Musée Ariana, Genf (Schweiz)
  • K-Hof Kammermuseen, Gmunden (Österreich)
  • Museo Nacional de Cerámica, Valencia (Spanien)
  • World Ceramic Center / KOCEF, Icheon (Südkorea)
  • Jorge Pérez Collection, Miami (USA)
  • GRASSI MAK, Leipzig (Sammlungen 2015 und 2022)

Diese museale Verankerung unterstreicht: Wer ein Werk von Elke Sada erwirbt, kauft kein Dekorationsobjekt – sondern ein Stück zeitgenössischer Kunstgeschichte.

Quelle: elkesada.de/ueber.html · ceramicsnow.org

Keramik von Elke Sada

Elke Sada Keramik – aktuell bei Kramer Kunst & Rahmen in Göttingen

Ausgewählte Arbeiten von Elke Sada sind bei Kramer Kunst & Rahmen in der Göttinger Fußgängerzone erhältlich. Das Kunsthandelsgeschäft von Michael Kramer ist seit 19 Jahren eine der feinsinnigsten Adressen für Kunstkenner in Südniedersachsen und der Region Göttingen–Kassel–Hannover.

Michael Kramers Credo: „In ‚Kunst‘-Angelegenheit sehe ich mich als ‚Nischengänger‘. Hier bewege ich mich gern fernab des Mainstreams.“ Elke Sada steht exemplarisch für diesen Anspruch: international ausgezeichnet, in Weltklasse-Museen vertreten, und dennoch nicht in jeder Galerie zu finden.

Aktuell ist die Künstlerin mit dem 6. Internationalen Keramikpreis Siegburg 2026 im Stadtmuseum Siegburg vertreten (1. Februar – 12. April 2026) und war zuletzt mit Einzelausstellungen auf den Spinnerei-Rundgängen in Leipzig präsent.

Warum Elke Sada Keramik ein Sammlerstück ist

Wer ein Stück von Elke Sada erwirbt, erhält ein handgefertigtes Unikat aus einem komplexen, bewusst unkontrollierten Prozess zwischen Malerei, Ton und Brand. Die Oberflächen der Capriccio-Gefäße sind nicht reproduzierbar. Die Hallstattpieces tragen die Fingerabdrücke der Künstlerin dauerhaft im Ton vergraben. Die Nester halten einen Moment der Zartheit fest, der im Alltag leicht übersehen wird.

Aus Sicht von Kunstsammlern sprechen mehrere Faktoren für den langfristigen Wert dieser Arbeiten: museale Präsenz auf drei Kontinenten, wiederholte Preisauszeichnungen auf Weltbiennalen, internationale Fachpublikationen sowie die schlichte Tatsache, dass jedes Stück ein Unikat ist, das kein zweites Mal entstehen kann.